Haiti: Zwei Jahre nach dem Beben-Haiti braucht weiter Hilfe

12 01 2012

Port-au-Prince/Marburg (idea) – Vor zwei Jahren zerstörte ein Erdbeben große Teile Haitis. Durch die Naturkatastrophe vom 12. Januar 2010 starben rund 200.000 Menschen; über zwei Millionen wurden obdachlos. Noch immer leben mehr als 500.000 Menschen in Zeltstädten. Nach Einschätzung von Hilfsorganisationen wird der Karibikstaat noch lange auf Unterstützung aus dem Ausland angewiesen sein.

4,6 Milliarden US-Dollar (3,2 Milliarden Euro) wurden bei Geber-Konferenzen bereitgestellt. Dennoch seien die Überlebenschancen und Perspektiven für 4,3 Millionen Minderjährige unzureichend, so UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Für 2012 fehlten rund 17 Millionen Euro, langfristig würden weitere 21 Millionen Euro benötigt. Zahlreiche christliche Hilfsorganisationen teilen die Skepsis. „Der Aufbau kommt nur schleppend voran, viele Menschen haben weiter kein Zuhause und keine Arbeit“, … (weiterlesen)

 




Hailti: Wir wollen Bibeln

5 07 2011

Eine Frau, die eine Bibel hochhält und ruft:“Was wir jetzt wollen, ist die Bibel … Nur sie kann uns helfen, zu verstehen!“

Das war eine Szene im Fernsehen, ein Jahr nach der Katastrophe.

Anbei ein Video der Bibelgesellschaft: <a href="http://player.vimeo.com/video/18661058?title=0&color=ff9933“ target=“_blank“><iframe src=“http://player.vimeo.com/video/18661058?title=0&amp;color=ff9933″ width=“400″ height=“210″ frameborder=“0″></iframe>





Umwandlung der Spendengelder in praktische Hilfe ist jetzt in Sicht!

17 06 2011

Das gestrige Meeting zwischen Bürgermeister Tjark Bartels, Schirmherr der Aktion „HAITI hilft Wedemärkern HELFEN!“, und Dorit  Haller, unserer Brücke zum Waisenheim von Mama Esther war äußerst fruchtbar! Nach einigen sehr unbefriedigenden Anläufen, die immer wieder an unüberwindlich scheinenden Hürden aus Korruption oder Warenknappheit scheiterten, ist jetzt der Durchbruch da! 40 Kinder bekommen endlich Betten! :-) Besonders schöner, bewegender Aspekt: Der federführende Tischler ist ein Haitianer, der selbst als Waisenkind in einem christlichen Waisenheim groß geworden ist und seine Ausbildung zum Tischler sogar in Deutschland bekommen hat und sehr motiviert ist, aus dem Projekt ein Stück Antwort auf seine eigene Geschichte zu geben!

Nach diesem Vorbild sollen 20 Doppelbetten für die Kinder bei Mama Esther entstehen





Termin mit Wedemarks Bürgermeister

16 06 2011

Heute entscheidet sich möglicherweise endlich, wie die gesammelten Spendengelder der Aktion „HAITI hilft Wedemärkern HELFEN“ im Projekt vom Mama Esther eingesetzt werden. Es wäre das Ende eines sehr mühsamen Prozesses. Die Situation in Haiti war und ist nachhaltig von unvorstellbarem Chaos, Korruption und Planlosigkeit geprägt. Und, so komisch es klingen mag, ist es tratz der persönlichen Nähe zu unserem Hilfsprojekt unglaublich schwer, die Hilf zum Ziel zu bringen. Jetzt gibt es guten Grund zur Hoffnung. Dorit Haller, die unser Brückenpfeiler Richtung Haiti ist, wird Tjark Bartels heute gute Nachrichten präsentieren können. Wer beten kann, der trage das Treffen mit vor Gott … vor Allem auch die Durchführung …





Arroganz und Kapitalmacht halten Haitianer „klein“ …

9 06 2011

… Von Alina Fichter

Textilarbeiter in Haiti erhalten Hungerlöhne – die US-Regierung soll eine Erhöhung verhindert haben. So steht es offenbar in den Botschaftsnachrichten aus Port-au-Prince, die Wikileaks bald veröffentlichen will. Demnach haben Klamottenhersteller wie die Jeans-Firma Levi’s Druck gemacht, den haitianischen Mindestlohn niedrig zu halten.

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama soll Haiti massiv unter Druck gesetzt haben, den Mindestlohn pro Stunde nicht wie geplant auf 61 Cent zu erhöhen, was etwa fünf US-Dollar pro Tag entspräche. Das berichtet das US-Magazin The Nation und beruft sich dabei auf noch nicht veröffentlichte Informationen der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks.

Zwei Jahre ist es her, da wollte die Regierung Haitis den Mindestlohn auf dem Inselstaat in der Karibik, der zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, deutlich anheben: Statt wie bisher 24 Cent sollten die Arbeiter künftig wenigstens 61 Cent pro Stunde bezahlt bekommen.

Noch immer nicht viel, möchte man meinen, aber immerhin zweieinhalb Mal mehr als zuvor. Die Regierung hoffte, die Armut der Bevölkerung, deren große Mehrheit von weniger als zwei Dollar pro Tag lebt, etwas lindern zu können und der Wirtschaft einen Impuls zu geben. Schließlich würden besser bezahlte Menschen mehr Geld ausgeben können. Was sich für die Haitianer zunächst vielversprechend anhörte – hängt ihr Land doch nicht erst seit dem verheerenden Erdbeben Anfang 2010 am Tropf ausländischer Hilfe – sorgte in den USA offensichtlich für erheblichen Ärger.

Die amerikanischen Bekleidungskonzerne Hanes und Levi’s lassen Jeans, T-Shirts und Pullover auf dem Inselstaat nähen, die sie anschließend in schicken Filialen der Industrieländer verkaufen. Angelockt wurden die Konzerne von den niedrigen Kosten, der bisherige Mindestlohn in Haiti ist 29 Mal niedriger als in den USA.

Genau so soll es auch bleiben, fanden Hanes und Levi Strauss offensichtlich: Auf 50 Cent mehr am Tag ließe man sich ein, mehr zahle man aber keinesfalls, sagten sie dem US-Außenministerium – das laut Wikileaks mit der Haitianischen Regierung zu verhandeln begann. Ein Mitarbeiter der US-Botschaft warf ihr demnach „populistische Maßnahmen“ vor, mit denen sie arme Wähler gewinne, aber ausländische Firmen aus dem Land vertreibe.

Es hört sich wie eine Drohung an, die umso schwerwiegender wiegt, wenn man bedenkt, dass Haiti außer Textilien kaum etwas exportiert. Unter dem Druck soll die Regierung in Port-au-Prince schließlich eingeknickt sein. Man einigte sich auf einen Mindestlohn für Textilarbeiter von drei statt der vorgesehenen fünf Dollar. Das Schlimmste war also abgewendet – aus Sicht von Hanes und Levi’s zumindest.

In Haiti arbeiten 25.000 Näher. Bekäme jeder von ihnen zwei Dollar mehr, müssten Levi’s und Hanes jeden Tag zusätzlich 50.000 Dollar ausgeben – das sind 12,5 Millionen Dollar im Jahr.

Betrachtet man nur Hanes, wird die Höhe der Mehrkosten, die der Konzern gerade noch abwenden konnte, noch deutlicher: Zwei Dollar mehr für die 3200 haitianischen Textilarbeiter hätten 1,6 Millionen Dollar zusätzliche Ausgaben bedeutet. Zwar machte die Firma im vergangenen Jahr 211 Millionen Dollar Gewinn. Aber unter den zusätzlichen Kosten, so argumentierten die Konzerne gegenüber der US-Regierung, hätten vor allem die Jeans-Käufer dieser Welt zu leiden gehabt: Die Preise für Klamotten wären gestiegen.

10 Dollar und 10 Millionen Dollar

Nur nebenbei erwähnt sei an dieser Stelle, dass Hanes-Chef Richard Noll im vergangenen Jahr zehn Millionen Dollar Gehalt einstrich. Aufgeatmet hat er wohl trotzdem, als die US-Regierung ihm so freundlich unter die Arme griff. Ein Glück, die Haitianer kosten nicht mehr, mag er sich gedacht haben.

Anders geht es den Textilarbeitern: Eine vierköpfige Familie in Haiti benötigt etwa zehn Dollar am Tag, um angemessen leben zu können. Selbst wenn beide Eltern in einer Hanes-Fabrik arbeiten, verdienen sie also nicht genug.





Spendenziel rückt näher!

4 06 2011

Man mag es ja kaum glauben: Da ist man schon so nah, so persönlich an und in einem Hilfsprojekt involviert und doch scheint es unmöglich, die gesammelte Hilfe tatsächlich zum Ziel zu bringen. Korruption, total überhöhte Preise … Das Land ist immer noch in totalem Chaos und was uns hier so selbstverständlich erscheint (der nächste Baumarkt ist nie weiter als ne halbe Stunde entfernt) ist auf Haiti ein Pfad der tausend Überraschungen und eines ungewissen Ausgangs …

Letzte Neuigkeiten von Mama Esther, ein richtig ordentlicher Kostenvoranschlag samt Empfehlung eines Bauingenieurs der Lebensmission machen Hoffnung, dass unsere gesammelten Hilfsgelder bald ihr Ziel finden.

 





Die neue „First Lady“ Haitis bei Facebook …

23 05 2011

… für alle, die der französischen Sprache mächtig sind und mal Informationen aus dem nach wie vor daniederliegenden Haiti aus der Perspektive der „Macht“ bekommen möchte: http://on.fb.me/iO03Sq





Haiti-Hilfe 2010 in WEDEMARK und in Schwarmstedt

21 05 2011

Jörg Haller hat noch mal ein paar Erinnerungen aufgefrischt. Anzusehen auf seinem Facebook-Profil unter

http://on.fb.me/mBt585





Cholera: UNO bittet um Millionenhilfe für Haiti

12 11 2010

Für den Kampf gegen die Cholera in Haiti (Link zu einem Video) haben die Vereinten Nationen einen Hilfsappell gestartet. Die internationale Gemeinschaft wurde aufgerufen, 120 Millionen Euro ( rund 164 Millionen Dollar) bereitzustellen. Mit den geforderten Finanzhilfen sollen zusätzliche Ärzte und Medikamente nach Haiti gebracht und Wasseraufbereitungsanlagen installiert werden.“Wir brauchen dieses Geld unbedingt und so schnell wie möglich“, sagte Elisabeth Byrs, Sprecherin des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten in Genf. Ansonsten drohe die Seuche außer Kontrolle zu geraten.

200.000 Neuinfektionen in den kommenden Monaten befürchtet

Der Sprecher der Weltgesundheitsorganisation WHO, Gregory Hartl, verdeutlichte: „Die Prognose von 200.000 Krankheitsfällen in den kommenden sechs bis zwölf Monaten verdeutlicht das Ausmaß dessen, was noch zu erwarten ist.“ Die aktuelle Sterberate von 6,5 Prozent sei ungewöhnlich hoch, fügte er hinzu. „Niemand in Haiti ist jemals mit der Cholera in Kontakt gekommen. Deshalb ist die Bevölkerung sehr anfällig für das Bakterium. Ist es einmal im Wasser, verbreitet es sich sehr einfach und befällt auch bis dahin gesunde Menschen.“ Nun, da die Cholera in Haiti sei, werde sie auch nicht so bald verschwinden, betonte er.

Bislang starben nach Angaben haitianischer Behörden mehr als 720 Menschen, US-Experten gar von mehr als 800 Toten. Mehr als 11.000 Infizierte werden derzeit in Krankenhäusern und medizinischen Feldlagern behandelt. Die Dunkelziffer der Erkrankten liege aber weit höher. Inzwischen stieg die Zahl der Toten in Port-au-Prince auf vier, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Die Behörden fürchten vor allem eine ungebremste Ausbreitung der Cholera in der Hauptstadt, wo noch immer mehr als eine Million Menschen unter teils katastrophalen Bedingungen in Notunterkünften wohnen, seit das Land im Januar von einem verheerenden Erdbeben erschüttert worden war.





Nun auch noch eine Epedemie

22 10 2010

Es ist als Wunder zu bezeichnen, dass es nicht schon früher dazu gekommen ist. WIe heute in SpiegelOnline zu lesen ist, greift in Haiti die Cholera um sich.

Hier der Artikel:

Epidemie fordert viele Tote auf Haiti

Mehr als 140 Menschen sind bereits gestorben, zehnmal so viele leiden an Durchfall und Erbrechen: In Haiti ist offenbar die Cholera ausgebrochen. Die Weltgesundheitsorganisation ist alarmiert.

Saint-Marc – Im Januar wurde Haiti von einem schweren Erdbeben erschüttert, nun scheint dort die Cholera zu wüten. Etwa 140 Menschen seien an der Durchfallerkrankung bereits gestorben, teilten die Gesundheitsbehörden mit. 1526 Fälle seien insgesamt registriert worden. Die Krankheit ist in der Region Artibonite nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince ausgebrochen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde bereits eingeschaltet. Ihren Angaben zufolge konnte die Infektion bislang noch nicht eindeutig als Cholera bestimmt werden. Man warte noch auf die Laboranalysen. Cholera wird vor allem durch verschmutztes Wasser übertragen. Die Krankheit verursacht eine Austrocknung des Körpers und kann innerhalb weniger Stunden zum Tode führen.

Haiti leidet noch immer unter den Folgen des verheerenden Erdbebens vom Januar, bei dem etwa 300.000 Menschen getötet worden waren.

jdl/Reuters/dapd








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